Sophie Bright - vom Swing-Kind zur professionellen Musikerin

Sophie Bright

Posaunistin

Alles begann mit Big Band Hits von Künstlern wie Count Basie, Frank Sinatra oder Henri Mancini, die mich von der Kindheit bis ins frühe Jugendalter begleiteten. Mein entscheidendes Schlüsselerlebnis hatte ich mit sechs Jahren bei den «Swing Kids» unter der Leitung von Dai Kimoto. In diesem Moment fand ich ungezwungen heraus, was ich den Rest meines Lebens machen wollte. Die Bestätigung dieser Leidenschaft erfuhr ich, als ich mit anderen jungen motivierten Menschen Musik machen durfte. Diese Leidenschaft wurde zu meinem Zufluchtsort und ist heute nicht mehr von meiner Person zu trennen.

Im Rückblick erfüllt mich eine tiefe Dankbarkeit. Ohne diesen frühen Start wäre das Musizieren vielleicht nicht so fest in meinem Leben verankert. Entscheidend war von Anfang an nicht mein Instrument, die Posaune, oder die spezifischen Genres Swing und Klassik, sondern vielmehr das Gefühl, das die Klänge in mir auslösten. Die dabei entstehende Verbundenheit mit dem Publikum und mit den Mitmusizierenden war und ist von zentraler Bedeutung.

Aktuell absolviere ich einen «Master of Arts» in klassischer Posaune an der Royal Academy of Music in London. Mein erstes Trimester ist bereits vergangen, und das nächste steht in wenigen Wochen bevor. Ich habe musikalisch bereits enorm viel gelernt und erlebt, was durch die Auszeichnung mit dem 1. Preis im «John Solomon Brass Prize» der Royal Academy of Music eine wunderbare Bestätigung fand. Die neue Umgebung, die inspirierenden Kommilitonen und Dozierenden mit ihren unterschiedlichen Geschichten sowie die vielfältige Musikszene Londons bieten mir eine Fülle an Möglichkeiten, die mich sehr erfüllen und motivieren.

An der Academy konnte ich bereits viele wertvolle und unterschiedliche Erfahrungen sammeln, genau wie ich es mir erhofft hatte. Ich spielte im Akademieorchester unter der Leitung des Dirigenten John Wilson und nahm an zwei Symphonic-Brass-Projekten teil. Das Repertoire war dabei stets vielfältig und die Ensembles immer wieder neu zusammengesetzt, was einen ständigen Anreiz bot, Neues zu erleben und auf unterschiedliche Weise zu lernen. Zusätzlich werde ich von drei renommierten Posaunenprofessoren unterrichtet: Peter Moore, Matthew Gee und Ian Bousfield. Im kammermusikalischen Bereich bin ich Teil mehrerer Gruppen geworden und erweitere mein Repertoire und meine Fähigkeiten in der Zusammenarbeit in einem Quintett, einem Septett und einem Trio. Im kommenden Trimester freue ich mich besonders auf Jazzstunden an der Posaune, die ich dank meines gewählten Jazz-Minors reichlich besuchen kann.

Es erwarten mich bereits bevorstehende Konzerte mit meinem eigenen Quintett «Queentet» sowie interne Projekte an der Academy. Zudem stehen Plattentaufen der Bands, in denen ich Mitglied bin – «Coniglio Connection» aus St. Gallen und «Barcode Zebra» aus Bern – bevor. Die Möglichkeit, weiterhin an Projekten sowohl in England als auch in der Schweiz teilzuhaben, ist für mich von unschätzbarem Wert.

Ich danke der Fritz-Gerber-Stiftung von ganzem Herzen. Sie ermöglichen mir diesen Aufenthalt in London und damit die fortwährende Weiterentwicklung, als Musikerin und als Person.

Sophie Bright

Dezember 2025

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