


Sina Zimmermann: Weg zur visuellen Gestaltung
Sina Zimmermann
Visuelle Gestalterin
Ich bin in Beringen im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und habe schon früh einen Zugang zur gestalterischen Arbeit gefunden. Zu zeichnen, Farben auszuprobieren und eigene Plakate für mein Zimmer zu entwerfen, gehörten zu meinem Alltag. Rückblickend war diese frühe Auseinandersetzung mit visuellen Ausdrucksformen prägend für mein späteres Interesse an Gestaltung und Kunst.
Nach der obligatorischen Schulzeit entschied ich mich für eine Lehre als Zeichnerin Fachrichtung Architektur. Dieser Beruf schien mir damals eine sinnvolle Verbindung zwischen Kreativität und einem strukturierten Arbeitsfeld zu bieten. Während der Ausbildung lernte ich viel über Präzision, Raumverständnis und technische Prozesse. Gleichzeitig bemerkte ich jedoch zunehmend, dass mir der gestalterisch-künstlerische Aspekt fehlte. Die Tätigkeit war fachlich anspruchsvoll, aber sie liess wenig Raum für eigene visuelle Experimente und für die Freiheit, Dinge intuitiv neu zu denken oder zu entwickeln. So entschied ich mich, die Berufsmaturität in einem Jahr anzuhängen, um mir mehr Optionen zu eröffnen.
Nach einem weiteren Jahr im Beruf reifte die Entscheidung, mich neu auszurichten, immer mehr. Ich begann, mich intensiver mit meinen eigenen gestalterischen Arbeiten auseinanderzusetzen, und bereitete eine Bewerbung für ein Studium im kreativen Bereich vor. Der Schritt, mich an der F+F Schule für Kunst und Design für den Studiengang Visuelle Gestaltung zu bewerben, war für mich ein bewusster Wechsel hin zu einem Umfeld, das meinen Fähigkeiten und Interessen mehr entspricht. Die Aufnahme an der F+F Schule für Kunst und Design markierte für mich einen klaren Neuanfang – und eine Rückkehr zu dem, was mich schon in meiner Kindheit motiviert hatte: visuell zu denken, zu gestalten und Ideen in eine eigene Form zu bringen.
Das Studium ermöglicht es mir, gestalterische Fragestellungen differenziert zu untersuchen und gleichzeitig eine persönliche gestalterische Haltung zu entwickeln. Besonders schätze ich die Kombination aus analytischem Arbeiten, handwerklicher Praxis und künstlerischem Experimentieren.
Unterstützt wurde ich auf diesem Weg von meiner Familie. Sowohl meine Eltern als auch meine Grosseltern haben meine Entscheidungen stets mitgetragen und mir die nötige Zuversicht gegeben, neue Schritte zu wagen. Dieser Rückhalt war für mich entscheidend, um mich auf meinen beruflichen Weg neu zu orientieren.
Ebenso wesentlich sind die Unterstützungen durch verschiedene Stiftungen, die mein Studium überhaupt erst ermöglichen. Mein besonderer Dank gilt der Fritz-Gerber-Stiftung. Ihre Förderung gibt mir die Chance, mich fachlich und künstlerisch weiterzuentwickeln und mich voll auf mein Studium zu konzentrieren. Diese Unterstützung verstehe ich als Verpflichtung und Motivation zugleich, meine Fähigkeiten verantwortungsvoll einzusetzen und langfristig der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Sina Zimmermann
Sina Zimmermann
Dezember 2025
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