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Ich habe gerade die ersten drei Monate meines ersten Studienjahres an der Royal Academy of Music in London hinter mir und es ist bereits vieles passiert.

Anatole Muster
Akkordeon Jazz

Der erste Monat war schwierig für mich. Ich konnte mich nicht so recht integrieren und fühlte mich in der Schule und generell nicht sehr wohl.

Das Niveau der Schule ist extrem hoch und ich musste mich anfangs sehr anstrengen, um mitzukommen, was mir dann aber nach zwei, drei Wochen sehr gut gelang. Nach sechs Wochen wurde ich nach Paris eingeladen, um drei Konzerte mit Hadrien Feraud (einem meiner musikalischen Vorbilder), Gergo Borlai und Daniel Gassin zu geben. Es war eine unglaublich bereichernde Erfahrung, mit Musikern dieses Kalibers zu spielen.

Als ich aus Paris zurückkam, freundete ich mich langsam mit meinen Mitstudenten an und begann, mich in der Schule und in der Stadt richtig zuhause zu fühlen. Ich erkundete London und die Musikszene, ging an verschiedenste Jam-Sessions und Konzerte, wo ich sehr wichtige musikalische Freundschaften schloss, was zu allen möglichen Studio-Sessions und Konzerten führte. Plötzlich konnte ich die Musiker, die ich bis anhin selber hörte und als Vorbilder hatte, persönlich im richtigen Leben kennenlernen (nicht nur über Aufnahmen und Social Media) und mit ihnen musizieren.

Momentan ist meine Lieblingssession die Orii-Jam-Session der colour factory in Hackney, wo allerlei InstrumentalistIinnen, RapperInnen, SängerInnen und ProducerInnen jeglicher musikalischer Hintergründe zusammenkommen und musizieren. Auch unter Nicht-MusikerInnen, geniesst diese Session eine grosse Popularität und die Energie dort ist unglaublich aufgeladen und lebendig! Dort habe ich u. a. auch Blue Lab Beats (Blue Note Records) kennengelernt, mit denen ich jetzt an einem Track arbeite.

Langsam fühle ich mich auch in der Schule richtig wohl. Ein Umfeld, wo das Niveau so hoch ist, ist natürlich sehr förderlich, aber genauso motivierend für mich sind die gute Stimmung, die ausgezeichneten Lehrpersonen und, last but not least, der unglaublich herzliche und hilfsbereite Head of Department, Nick Smart.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich schon in den ersten drei Monaten durch die Schule und die gemachten Erfahrungen richtig viel gelernt habe und schon mehr wertvolle Connections gemacht habe, als ich mir je hätte erträumen können. Ich bin extrem dankbar für diese Gelegenheit und freue mich, bald für den nächsten Term an die Royal Academy of Music zurückzugehen.

Anatole Muster
Dezember 2021
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