deutsch »   |   français »

Auszüge aus Dankschreiben

JAN BACHMANN
Masterstudent an der agostini drum school Olten

Seit August 2015 studiere ich Schlagzeug an der agostini drum school in Olten. Gerade konnte ich den Bachelor-Studiengang abschliessen und bereite mich nun auf den Master-Abschluss im Sommer 2020 vor. Mit viel Einsatz, etlichen Stunden Training und einer grossen Portion Leidenschaft tastete ich mich an meine Prüfungsstücke heran. Die Bachelor-Prüfung setzte sich aus einem Jazz-Stück, einem Pop-Song und einem selbst gewählten Stück zusammen. In jeder Sparte galt es, zu glänzen und so gut wie möglich zu performen. Ganz schön schwierig mit sechs Dozenten in der Jury. Aber es gelang! Und zwar richtig gut. Ich konnte meine Bachelor-Prüfung mit der Bestnote abschliessen, was mir bestätigt hat, dass sich die stundenlange Arbeit und der grosse Einsatz gelohnt haben. Dieses Gefühl von Glück und Zufriedenheit ist einfach unbeschreiblich.

Auch in der Musiktheorie, der Tonlehre und dem Klavierspiel konnte ich mit der Note 5.75 abschliessen, was mich ebenfalls extrem freut, da man damit als Schlagzeuger nicht wirklich viel zu tun hat. Das Feedback der Dozenten war extrem positiv und konstruktiv, was mich ermutigt, weiterhin dranzubleiben und meinen Weg weiterzugehen.

Ich zögere auch nicht, mich neuen Herausforderungen zu stellen und Jobs anzunehmen. Durch das erlernte Wissen und die Praxis kann ich mich bei Projekten gut einbringen. Mein Herzensprojekt ist meine eigene Band «Frameless». Besonders stolz bin ich darauf, dass es bereits eine erste EP gibt. Seit dem Release unserer ersten EP «As One», geht es mit «Frameless» ziemlich steil nach oben. Es ist unglaublich, wie gross die Nachfrage von Veranstaltern, Medienagenturen und auch Radiostationen ist. Ein grosses Highlight wird sicher das «Life is Life»-Festival 2019 in Arosa-Lenzerheide.

Noch immer bin ich hungrig. Das nächste Ziel ist der Master-Abschluss. Ich habe zwar einen ziemlichen Schritt nach vorne gemacht, stehe aber noch nicht da, wo ich hin möchte. Ich könnte mir auch vorstellen, nach meinem Studium einen Auslandaufenthalt zu absolvieren, um meinen musikalischen Horizont zu erweitern.

Gerne nutze ich die Gelegenheit, mich bei der Fritz-Gerber-Stiftung für die geniale und extrem grosszügige finanzielle Unterstützung herzlichst zu bedanken! Ohne diese Grosszügigkeit hätte ich meinen Traum von der professionellen Musikausbildung an der agostini drum school in Olten definitiv nicht umsetzen können. Auch wenn für mich noch nicht ganz klar ist, wie ich meine Zukunft nach der Ausbildung finanziell meistern werde, weiss ich, dass ich es irgendwie schaffen muss und bin überglücklich, dass ich überhaupt so weit kommen durfte. Vielen herzlichen Dank an Frau Ramel und an die ganze Fritz-Gerber-Stiftung!

SAVANNAH CHILDERS
in Ausbildung zur Geigenbauerin an der Geigenbauschule Brienz

Etwas schläfrig fahre ich mit dem Velo die noch dunklen und fast leeren Strassen entlang. Um 7.15 Uhr treffe ich mit meinen neun Mitschülern in der Schule ein. Ab geht es in die Werkstatt, wo ich die ersten Sonnenstrahlen, welche über der Brienzer Bergkette hervortreten, sehe. Vor mir steht ein weiterer Tag meiner Ausbildung zur Geigenbauerin.

Ich habe das musische Profil des Gymnasiums besucht. Nach der Matura brauchte ich eine Weile, um den Mut zu fassen, meine Leidenschaft für Musik und Handwerk zum Beruf zu machen. Im Februar 2018 absolvierte ich dann die Aufnahmeprüfung zur Ausbildung Geigenbauer/in EFZ. Über zwei Tage hinweg wurden unsere zeichnerischen, handwerklichen und musikalischen Fähigkeiten getestet und ausgewertet. Nach bestandener Prüfung freute ich mich riesig, einen der drei Ausbildungsplätze erhalten zu haben.

Die Geigenbauschule in Brienz im Berner Oberland ist die einzige Vollzeitfachschule für Geigenbau in der Schweiz. Sie verfügt über zehn Ausbildungsplätze über die vier Lehrjahre verteilt. Neben der Werkstatt der Lernenden ist ein weiterer Theorieraum im Hause, sodass die Geigenbauschule auch zum Treffpunkt externer Geigenbauer wird. Auch finden im Konzertsaal immer wieder Konzerte statt sowie der Musikunterricht.

Als ich im Sommer 2018 begann, ging es vorerst ans Einrichten der eigenen Werkzeuge. Sind die Hobelmesser, Schnitzer oder Hohlbeitel nicht scharf, kann auch nicht präzise gearbeitet werden – eine Grundvoraussetzung für den Geigenbau. Im ersten Ausbildungsjahr bauen wir zwei Geigenkorpusse. Im zweiten Jahr folgen der Hals und die Schnecke. In den weiteren Ausbildungsjahren kommen weitere Instrumente der Streicherfamilie hinzu.

Die ersten Schritte sind die Herstellung von Schablonen und Hilfsmitteln, wobei ich bereits erste Erfahrungen mit den Werkzeugen machen konnte. Es braucht etwas Übung, einen Hobel so zu führen, dass eine Fläche beinahe perfekt plan gehobelt werden kann. Auch beim ersten Biegen der Zargen – das sind die dünnen Holzstücke, welche die Seitenwände der Geige bilden – mit einem heissen Biegeeisen gibt das eine oder andere Stück nach und bricht. Doch dies gehört zum Lernprozess und nach getaner Arbeit ist es für mich immer wieder beeindruckend, was man mit den eigenen Händen und etwas Geduld herstellen kann.

Neben dem Handwerklichen kommt auch der Musikunterricht in Form von Geigenstunden und Orchester nicht zu kurz. Wer ein Musikinstrument baut, sollte auch den Musiker und seine Wünsche verstehen können. Darüber hinaus vermittelt uns die Theorie ein breites Allgemeinwissen über Kunstgeschichte, Musik, Holz, Lack und Werkzeuge.

Als ich den Ausbildungsplatz in Brienz erhielt, hing der Himmel leider nicht ganz voller Geigen. Die finanzielle Seite der Ausbildung stand noch als grosse Hürde im Weg zu meinem Ziel. Die Fritz-Gerber-Stiftung hat mich unterstützt, diese Hürde zu überwinden. Ich bedanke mich herzlich, dass Sie mir dadurch helfen, meinen Berufswunsch zu erfüllen.

COLIN LANZ
Musikproduktionsstudent in London am British & Irish Modern Music Institute

London ist gross. Sowohl die Stadt selbst als auch die Möglichkeiten, die sich ergeben können. An dieser Luft konnte ich im vergangenen Jahr bereits ein wenig schnuppern. Zusammen mit dem ersten extrem erlebnis- und lehrreichen Studienjahr führte es dazu, dass ich bereits auf einiges stolz zurückblicken kann. (…) Die Band «FVRmind» ist mittlerweile eines meiner Hauptprojekte. Angefangen hat es im Frühjahr 2018. Ich produzierte die EP «ENTER» mit der schwedischen Sängerin Isabella Köhler Alvén. Mittlerweile sind wir offiziell auch als Duo unterwegs. (…) Das zweite grosse Projekt ist nach wie vor meine eigene Band «Quintessenz». Seit unserem Umzug nach London versuchen wir in der Musikmetropole Fuss zu fassen und haben im Frühjahr 2018 bereits zahlreiche Konzerte in renommierten Veranstaltungshallen gegeben. (...) Das Frühjahr war turbulent für «Quintessenz». Unsere Universität BIMM London wählte unseren Song «Venus» aus, um auf dem Jahresalbum der Universität zu erscheinen. Dafür durften wir das Stück zwei Tage in einem Tonstudio neu einspielen. Die Unterstützung von BIMM ging aber noch weiter: Im Rahmen der Talentförderung finanzierte man uns die Produktion des Musikvideos für «Venus» (www.quintessenzmusic.com). Neben zahlreichen Arbeiten für und mit anderen Künstlern habe ich auch ein Soloprojekt gestartet. Unter dem Künstlernamen «Ean2» möchte ich 2 EPs veröffentlichen. In diesem Projekt agiere ich als Songwriter/Produzent und spiele fast alle Instrumente selbst. (…) Ich möchte mich an dieser Stelle erneut von ganzem Herzen bedanken, dass die Fritz-Gerber-Stiftung mir dieses Abenteuer ermöglicht, welches mir so viele Türen öffnet.

MARIO DEL CUBO ARROYO
Film- und Theaterstudium am Stella Adler Studio of Acting in New York

Am 15. Mai 2018 habe ich wie vorgesehen mein Studium mit dem Bachelor of Fine Arts Theatre abgeschlossen. Die vergangenen Studienjahre haben mich geprägt und mit Sicherheit vorangebracht. Ich freue mich ausserordentlich über das Erreichte, stets im Wissen darum, dass dies nur dank grosszügiger und vielseitiger Unterstützung aus meiner Heimat möglich war. Vorläufig werde ich in New York bleiben. Von nun an bin ich auf mich allein gestellt. In den nächsten Monaten wird es nun darum gehen, mit einem Agenten zusammenzuarbeiten und an Castings teilzunehmen. Ich werde mein Bestes geben, um in der Theater- und Filmwelt Fuss zu fassen. Nach wie vor ist das mein grosser Traum. Ich bin aber auch Realist genug, um zu wissen, wie schwierig es werden kann, davon zu leben. Die Zukunft wird zeigen, wohin mein Weg mich führen wird. Für meinen digitalen Auftritt habe ich mittlerweile meine Website fertiggestellt – www.mariodelcubo.com. Ich werde in den nächsten Monaten meine ganze Energie dafür einsetzen, dass die geschaffene Grundlage nun auch Früchte tragen kann.

LEA FISCHER
Langlauf

Nun stehe ich kurz vor meinen ersten Wettkämpfen und somit vor dem Start der Saison 2018/19. Daher ist es Zeit, auf die bisherigen Ereignisse und das Sommertraining zurückzublicken. Nach einer Pause im April begann das Training für den Winter wieder, denn ein guter Langläufer wird immer im Sommer gemacht, wie es ein Sprichwort sagt. Die Vorbereitungsphase begann mit einem Highlight: Ende April durfte ich ein Trainingslager oberhalb von Lillehammer zusammen mit Laurien van der Graaff besuchen. Sie ist momentan die erfolgreichste Langläuferin der Schweiz und gewann letzten Winter gleich zwei Weltcuprennen. Zusammen haben wir viele Kilometer auf den Skiern verbracht und ich konnte sehr viel profitieren und lernen. (…) Ende Mai und Anfang Juni standen die Semesterprüfungen an, die ich mit guten Noten abschliessen konnte. (…) Die studienfreie Zeit verbrachte ich mit sehr viel Training auf den Rollskiern, beim Wandern in der wunderschönen Bergwelt oder im Kraftraum. (…) Letzte Woche waren wir für sieben Tage in Schweden auf einer Snowfarm-Loipe. Das Kribbeln und das Winterfeeling sind da, jetzt fehlt nur noch eine Ladung Neuschnee. (…) Das grosse Ziel dieser Saison ist die U23-WM in Finnland und erste Weltcupeinsätze. Für Ihre wertvolle Unterstützung möchte ich mich sehr bedanken! Ich kann gar nicht ausdrücken, wie froh ich bin, dass Sie mir Ihre Hilfe in den nächsten Jahren zugesichert haben! Das nimmt mir eine grosse Last von den Schultern und ich kann mich auf das konzentrieren, was ich am liebsten mache. Vielen Dank, dass Sie an mich glauben!

ALESSANDRA KELLER
Mountainbike

Es ist mir eine Ehre, diesen Beitrag im Geschäftsbericht schreiben zu dürfen. Die Fritz-Gerber-Stiftung unterstützt mich seit mehreren Jahren. Sie ermöglicht es uns jungen Athleten, uns vollständig und professionell auf den Spitzensport konzentrieren zu können, begleitet uns bei der Verwirklichung unserer Träume und dem Erreichen unserer Ziele.

Doch beginnen wir ganz am Anfang. Bereits als kleines Mädchen liebte ich es, mich zu bewegen. Sport faszinierte und interessierte mich. Ich habe viele Sportarten ausprobiert und landete schlussendlich beim Mountainbiking. In der Natur zu sein und das Zusammenspiel von Fahrrad, menschlicher Technik, Kraft und Ausdauer haben mich direkt in den Bann gezogen.

So kam es, dass ich 2013 meinen ersten Erfolg als Junioren-Weltmeisterin feiern durfte. Ich kam ins erste Profiteam und konnte das Mountainbiken mit grosser Leidenschaft, Motivation, Professionalität sowie Ehrgeiz auf hohem Niveau vorantreiben. (…) Dazu gehört natürlich auch eine ordentliche Portion Disziplin, damit ich meine hochgesteckten Ziele erreichen kann.

Ich darf auf ein unglaubliches Jahr 2018 zurückblicken. Während der ganzen Saison konnte ich konstante Leistungen abrufen und den U23-Schweizer-Meistertitel, den 4. Rang im Gesamtweltcup bei der Elite, meinen ersten Elite-Weltcupsieg sowie den Gesamtsieg des Swiss Cups feiern. Ausserdem durfte ich dieses Jahr eines der grössten Highlights meiner bisherigen Karriere erleben: den U23-Weltmeistertitel auf der Heimweltmeisterschaft in Lenzerheide. Ein riesiges Spektakel mit Tausenden von Fans in weltmeisterlicher Stimmung am Streckenrand fand statt. Vor Heimpublikum den Titel holen und feiern zu dürfen, war grossartig.

Daneben studiere ich an der ETH Zürich Pharmazeutische Wissenschaften. Natürlich stehen mir noch einige Hürden bei der Kombination meines Studiums mit dem Spitzensport bevor. Planung und Organisation sind unumgänglich.

Ein Athlet ist nur so gut wie sein Team, zu welchem das Umfeld, die Trainer, die Sponsoren und eben auch die Fritz-Gerber-Stiftung gehören. Dank der Unterstützung von allen kann ich mich vollständig auf die beiden Bereiche fokussieren und meine Ziele verfolgen.

Ich bedanke mich bei Ihnen ganz herzlich für das Vertrauen, die langjährige Unterstützung und Ihr Engagement für uns junge Sportler! Merci!

Zurück zum Seitenanfang »
Fakten und Ziele »   |   Gesuche »   |   Stiftungsrat »   |   Veranstaltungen »   |   Rückblick »   |  

Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen
Kirchgasse 38 · Postfach 373 · CH-8024 Zürich · Tel. +41 (0)44 260 53 83 · Fax +41 (0)44 254 60 35