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Am Sonntag, 9. September 2018, fand im KKL Luzern die vierte Preisverleihung des Fritz-Gerber-Awards statt. Ausgezeichnet wurden der Violinist Alexandre Guy, die Saxophonistin Sara Zazo Romero und der Schlagzeuger Thomas Soldati.

Der 2015 von der Fritz-Gerber-Stiftung und LUCERNE FESTIVAL ins Leben gerufene Fritz-Gerber-Award fördert jährlich drei junge MusikerInnen im Bereich der zeitgenössischen klassischen Musik. Der Award in Höhe von insgesamt 60 000 Schweizer Franken setzt sich pro Preisträger aus einem Preisgeld von 10 000 Franken und einem Stipendium in Form einer Teilnahme an der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY im Wert von 10 000 Franken zusammen. Die Jury besteht aus Michael Haefliger, dem Intendanten von LUCERNE FESTIVAL, dem Komponisten und Dirigenten Heinz Holliger und mehreren Dozenten des Esemble intercontemporain.

Vor zwanzig Jahren hat Dr. Fritz Gerber aus Anlass seines 70. Geburtstags seine Stiftung zur Förderung begabter junger Menschen gegründet. Seither hat die Stiftung über 2 150 besonders begabte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Wohnsitz in der Schweiz unterstützen können und dafür bislang über 24,9 Millionen Franken eingesetzt.

Begrüssung
Michael Haefliger, Intendant LUCERNE FESTIVAL

Grusswort
Urs Lauffer, Präsident der Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen

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KONZERT DER PREISTRÄGER/IN

Alexandre Guy, Violine
György Kurtág (*1941)
Aus Jelek, játékok és üzenetek (Zeichen, Spiele und Botschaften)
(1984 –, work in progress)
Im Volkston (Népadalféle) / In Nomine – all'ongherese / The Carenza Jig

Sara Zazo Romero, Saxophon
Stefano Gervasoni (*1962)
Phanes II für Sopransaxophon solo (2009/10, rev. 2013)
Adagio – Rapido e leggero – attacca:
Con brio et precisione – Recitativo. Molto lento, libero –  Allegro spinoso

Thomas Soldati, Schlagzeug
Iannis Xenakis (1922-2001)
Rebonds B  für Schlagzeug solo (1987-89)

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Preisübergabe
durch Dr. Fritz Gerber

Die Preisträger des Fritz-Gerber-Awards 2018 sind:

ALEXANDRE GUY, Violine
Der französische Geiger Alexandre Guy, geboren 1995 in La Rochelle, studierte Violine und Kammermusik an der Haute école de musique de Genève/Neuchâtel sowie parallel dazu Klavier am Konservatorium von Neuchâtel. Zurzeit absolviert er an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo den «Master in Music Performance» bei Detlef Hahn (Violine) sowie bei Are Sandbakken und Lars Anders Tomter (Kammermusik). Wichtige Erfahrungen sammelte er in Meisterkursen u. a. von Ingolf Turban, Hae-Sun Kang, Diego Tosi, Laurent Korcia oder des Jerusalem Quartetts, in den nationalen Jugendorchestern der Schweiz und Frankreichs sowie in der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, an der er erstmals 2015 teilnahm. Alexandre Guy, der beim Rahn-Musikpreis zu den Finalisten zählte und mit Stipendien der Fondation Irène Dénéréaz und der Amis du Conservatoire de Neuchâtel bedacht wurde, gewann mit dem von ihm mitbegründeten Meteorôs Quintett 2017 und 2018 erste Preise beim Kammermusik-Wettbewerb der Norwegischen Musikhochschule sowie 2018 den dritten Preis bei der Stasys Vainiūnas-Konkurrenz in Vilnius.



SARA ZAZO ROMERO, Saxophon
Die spanische Saxophonistin Sara Zazo Romero, geboren 1989 in Madrid, studierte zunächst am Konservatorium von Badajoz bei Vicente Contador, wechselte 2010 zu Marie-Bernadette Charrier nach Bordeaux und kam 2013 in die Schweiz, wo sie an der Haute école de musique de Lausanne den Master in Musikalischer Interpretation (2015) und Instrumentalpädagogik (2017) machte. 2008 und 2014 nahm sie an der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals teil, 2016 und 2018 an der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Sie ist regelmässiger Gast im Orchestre de la Suisse Romande sowie im Orchestre de Chambre de Genève; auch im Lemanic Modern Ensemble, im Ensemble Contrechamps oder im Orquesta del Palau des Arts de Valencia hat sie gespielt. Ihr besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik, und sie hat mit Komponisten wie Simon Steen-Andersen, Georges Aperghis und Stefano Gervasoni zusammengearbeitet. Sara Zazo Romero, 2016 mit dem Zweiten Preis der Kiefer Hablitzel Stiftung ausgezeichnet, gehört dem CexSaxo Duo, der Sinfonietta Container und dem Sax Consort an.



THOMAS SOLDATI, Schlagzeug
Der Schweizer Schlagzeuger Thomas Soldati wurde 1996 in Vercorin geboren. Er studierte am Konservatorium in Sion bei Didier Métrailler, besuchte Meisterkurse von Keiko Abe, Katarzyna Mycka, Emmanuel Séjourné, Peter Sadlo, Bogdan Bacanu und Fumito Nunoya und setzt seine Ausbildung derzeit an der Haute école de musique de Genève bei Philippe Spiesser, Christophe Delannoy, François Desforges und Claude Gastaldin fort. Thomas Soldati wurde bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter erste Preise beim «Concours Bach» in Sion (2013) und beim «Concours jeunes solistes» des Genfer Orchestre des Trois-Chêne (2015); der zweite Preis und der Preis des Nouvel Ensemble Contemporain für die beste Interpretation eines modernen Werks beim Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb (2010); sowie 2012 dritte Preise bei der International Marimba Competition in Nürnberg und bei der Konkurrenz der «Giornate della Percussione» in Montesilvano. In diesem Jahr gewann er den ersten Preis bei der IMKA International Music Competition sowie den zweiten Preis beim «Enkor»-Wettbewerb.

FOTOALBUM – Preisverleihung des Fritz-Gerber-Awards 2018

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