Bericht des geschäftsführenden Präsidenten
Unsere Stiftung blickt auf ein erfreuliches Jahr zurück. Nach intensiven Abklärungen konnte der Stiftungsrat insgesamt 108 Gesuche bewilligen und dafür rund 1.15 Millionen Schweizer Franken sprechen. Aus der regelmässigen Berichterstattung der jungen Menschen, die wir unterstützen, wissen wir, dass wir mit diesen Beiträgen im Rahmen unserer klar definierten Kriterien vieles haben möglich machen können. Ausbildungen zum Beispiel, die sonst wegen fehlenden Finanzen schlicht nicht realisierbar gewesen wären. Natürlich freuen wir uns über diesen Erfolg. Auch wenn es sich in den bisherigen sechs Jahren seit der Gründung der Stiftung gezeigt hat, dass die gezielte Begabtenförderung einer ausgewiesenen Notwendigkeit entspricht, ist es sinnvoll, die Arbeitsweise und die Prioritätensetzung unserer Institution regelmässig kritisch zu analysieren und Massnahmen zu erarbeiten, wie die Aufgabenerfüllung weiter verbessert werden kann.
Diesem Prozess haben sich im Berichtsjahr Geschäftsstelle und Stiftungsrat unterzogen. Gerne informiere ich im Rahmen dieses Berichts über das Fazit, das der Stiftungsrat aus dieser Analyse gezogen hat:
- Es ist der Stiftung in relativ kurzer Zeit gelungen, sich klar zu positionieren. Sie verfügt über ein eindeutiges Profil, so dass sich meist Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller an sie wenden, die den Kriterien ganz oder wenigstens teilweise entsprechen. Eine wesentlich grössere Gesuchszahl, als dies heute der Fall ist, könnte weder mit den bestehenden personellen Strukturen der Geschäftsstelle noch mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln bedient werden.
- Eine überzeugende Ausdehnung unserer Tätigkeit in die Westschweiz und vor allem ins Tessin ist bisher nicht gelungen. Nach wie vor kommt der Grossteil aller Gesuche aus der deutschen Schweiz. Selbstverständlich sind wir offen für Gesuche aus den übrigen Landesteilen und freuen uns darüber, wenn wir auch begabte junge Menschen in der Westschweiz und im Tessin unterstützen können.
- Unsere Kriterien – gefördert werden begabte und hochbegabte junge Menschen, wobei der universitäre Bereich im Gegensatz zu den Fachhochschulen nicht berücksichtigt werden kann – haben sich bewährt. Es soll auch in Zukunft darauf geachtet werden, dass hochbegabte Kinder und Jugendliche im engeren Sinn angemessen berücksichtigt werden. Darüber hinaus wollen wir aber nach wie vor auch Begabungen in einem breiteren Gebiet (Schule, Musik und Kunst, Handwerk, Sport) fördern.
- Die Stiftung verzichtet weiterhin auf Unterstützungen, die sich nur aus sozialen Gründen aufgedrängt hätten. Bei der Beurteilung von Gesuchen wird auch in Zukunft die Abklärung der Begabung absolute Priorität haben, wobei die sozialen Umstände der Gesuchsteller selbstverständlich miteinbezogen werden. Weiterhin sollen auch begabte junge Menschen, die aus guten finanziellen Verhältnissen stammen, mit Anerkennungsbeiträgen unterstützt werden.
- Die Stiftung will ihre Ausschüttungen im bisherigen Rahmen – also rund eine Million Franken pro Jahr – weiterführen, selbst wenn dies über die Jahre zu einer Reduktion des Stiftungsvermögens führen würde.
- Wir wollen die Transparenz in unserer Berichterstattung weiter ausbauen und haben darum beschlossen, den Geschäftsbericht für das Jahr 2005 entsprechend den neuen Richtlinien von Swiss GAAP FER 21 zu veröffentlichen.
Auf der Grundlage dieser Beschlüsse des Stiftungsrates bleibt auch 2005 die Unterstützung begabter junger Menschen unser zentrales Anliegen. Ich danke allen, die uns bei dieser Tätigkeit helfen.
Urs Lauffer
Präsident des Stiftungsrates
Überblick über das Geschäftsjahr 2004
Auszüge aus Dankschreiben
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