Vorwort des Stiftungspräsidenten

In unserem Land werden erfreulicherweise Kinder und Jugendliche, die aus intellektuellen, sozialen oder anderen Gründen Mühe in ihrer Entwicklung bekunden, gezielt und umfassend gefördert. Damit ist im schweizerischen Bildungssystem die Integration Schwächerer zu einer wesentlichen Konstante geworden. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf den Alltag in unseren Schulen, in der Fort- und Weiterbildung bleiben.

Gegen diese Entwicklung, für die durchaus gewichtige und achtenswerte Gründe ins Feld zu führen sind, soll nicht polemisiert werden. Aber sie führt dazu, dass «normal» und überdurchschnittlich begabte junge Menschen häufig nicht jene Aufmerksamkeit finden können, die sie verdienen würden.

Hier will unsere Stiftung, die seit Frühling 1999 aktiv ist, ansetzen. Es geht uns um die konkrete Förderung begabter junger Menschen in der Schweiz. Durch gezielte finanzielle Beiträge wollen wir ihre Begabungen in flexibler, unbürokratischer Weise fördern. Wohlverstanden: Es geht uns keineswegs um sogenannt Hoch- und Höchstbegabte. Ziel unserer Tätigkeit ist also nicht in erster Linie die Unterstützung einer schmalen Elite, sondern von begabten jungen Menschen, deren besondere Talente bisher nicht genügend durch bestehende staatliche oder private Angebote gefördert werden konnten.

Die vergangenen Monate haben – das dürfen wir wohl ohne Überheblichkeit feststellen – gezeigt, dass unsere Stiftung einem grossen Bedürfnis entspricht. Und so bin ich denn auch sehr erfreut darüber, dass wir keine Anlaufzeit gebraucht haben und bereits 1999 knapp eine Million Franken an Unterstützungsbeiträgen über 60 jungen Menschen und verschiedenen Organisationen zukommen lassen konnten.

Das aus einer Idee, mit der ich mich schon seit vielen Jahren befasst habe, nun mit dieser Stiftung Realität geworden ist, erfüllt mich persönlich mit grosser Dankbarkeit. Ich bin mir bewusst, dass  dies ohne die Mitglieder des Stiftungsrates und unsere professionell arbeitende Geschäftsstelle nicht möglich gewesen wäre. Allen Beteiligten gilt darum mein herzlicher Dank. Zu danken habe ich aber auch allen, die mit finanziellen Beiträgen mitgeholfen haben, dass unsere Stiftung über ein starkes Fundament verfügt und – hoffentlich auf lange Zeit – ihre Aufgabe erfüllen kann.

Fritz Gerber
Präsident des Stiftungsrates


Bericht des geschäftsführenden Vizepräsidenten

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